Gut zu wissen
„In der Gestalttherapie unterscheidet man nicht zwischen Gesunden und anderen Kranken. Gestalttherapie, oder einfach nur „Gestalt“, ist vielmehr eine Lebenseinstellung, (...)."
(Bruno-Paul de Roeck)
Was ist eigentlich Gestalttherapie?
Die Gestalttherapie ist eine ganzheitliche Psychotherapieform, die im vergangenen Jahrhundert ab den 1930er Jahren durch Fritz und Lore Perls in den USA (Gestaltzentrum Esalen) „erfunden“ wurde. Als Psychoanalytiker sagte sich Perls von dieser in der Vergangenheit arbeitenden Therapieform los. Er bezog fortan viele verschiedene Methoden – quasi experimentell – in die neue Therapieform „Gestalt“ ein, z. B. Übungen aus der TCM, aus Meditationen und Imagination und viele mehr.
Für ihn und seine Mitstreiter war der „Kontakt“ zum Klienten der entscheidende Punkt, warum Heilung der Psyche geschehen kann, nach dem Motto von Martin Buber „Der Mensch wird am Du zum Ich.“ Der Kontakt des Menschen mit seinen aktuellen Bedürfnissen und Gefühlen und damit auch zur äußeren Welt und seinen Mitmenschen findet im Hier & Jetzt, also der Gegenwart, statt. Er kann durch früh erlernte sogenannte Kontaktunterbrecher (z. B. Projektion, Introjekt, Retroflexion) gestört sein. Dadurch verliert der Mensch den guten Kontakt zu seinem Selbst und kann sein volles Potential nicht entfalten oder seine Lebensaufgabe nicht finden.
Den Kontakt des Menschen zu sich selbst in der Gegenwart wiederherzustellen und auf die eigenen Ressourcen wieder (besser) zugreifen zu können, ist Ziel der Therapie. Dieses Ziel wird in der Gestalttherapie durch den achtsamen Kontakt in Gesprächen, Imaginationen, Übungen zur Körperwahrnehmung u.v.m. erreicht.
Schlafstörungen
Schlafstörungen können die Lebensqualität erheblich einschränken. Zu den häufigsten Beschwerden gehören Schwierigkeiten beim Einschlafen, wiederholtes nächtliches Aufwachen oder zu frühes Erwachen. Diese Probleme können sowohl vorübergehend als auch chronisch auftreten und haben oft negative Auswirkungen auf den Tag-Nacht-Rhythmus sowie auf die körperliche und geistige Gesundheit.
Ursachen können körperlicher, hormoneller oder psychischer Natur sein. Der Schlaf ist von vielen Faktoren wie z. B. Stress, Angst oder Depressionen, Lichtverhältnissen und abendlichen Gewohnheiten abhängig. Anhand der Art der Schlafstörungen ist z. B. auch feststellbar, ob eine Depression vorliegt und welchen Schweregrad sie hat. Negative Gedankenmuster, Sorgen und ungelöste emotionale Konflikte können die Entspannung und den natürlichen Schlafprozess massiv stören. Eine ungesunde Schlafhygiene, etwa die Nutzung elektronischer Geräte vor dem Schlafen oder unregelmäßige Schlafenszeiten, verstärken das Problem zusätzlich.
In meiner Praxis setze ich auf eine ganzheitliche Betrachtung Ihrer Situation, bei der psychische, körperliche und emotionale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt werden. Bevor wir uns der Psyche zuwenden, werden körperliche Ursachen durch ärztliche Abklärung ausgeschlossen. Wir betrachten die individuelle Situation und finden Methoden wie „Grübel-Stopp“ oder Entspannungstechniken, die den Schlaf fördern.
Ziel ist es, den natürlichen Schlafrhythmus wiederherzustellen und dem Körper in seinem Regenerationsprozess während der Nacht zu unterstützen, damit Sie wieder Kraft für den Tag haben!
Stress
Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf Herausforderungen, die als die eigenen Ressourcen übersteigend eingeschätzt werden. Er ist ein Teil unseres täglichen Lebens und ist in kleinen Dosen sogar hilfreich, um uns zu motivieren und zu fokussieren. Chronischer Stress hat jedoch ernsthafte Auswirkungen auf unsere körperliche und psychische Gesundheit.
Stress wird durch verschiedene Faktoren ausgelöst: beruflichen Druck, familiäre Verpflichtungen, finanzielle Sorgen oder gesundheitliche Ängste. Unter Stress wird in unserem Körper Adrenalin und Cortisol ausgeschüttet. Bei chronischem Stress bewirkt dies im Gehirn eine permanente „Alarm-Bereitschaft“, wie wir sie eigentlich nur in Momenten der Flucht oder des Kampfes benötigen. Körperliche und psychische Störungen wie z. B. Verdauungsprobleme, dauerhafte Schlafstörungen oder Diabetes, Ängste oder Depressionen können die Folge sein.
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie betrachte ich mit Ihnen den Stress aus einer ganzheitlichen Perspektive. Es geht darum, die äußeren Stressfaktoren zu erkennen, sie zu reduzieren und auch die inneren Ressourcen zur Stressbewältigung zu entdecken. Das Erlernen von Techniken zur Stressbewältigung, wie tiefes Atmen oder das Setzen von klaren Grenzen, kann einen enormen Unterschied machen.
Ziel meiner therapeutischen Arbeit ist es, Sie zu unterstützen, eine Balance zwischen den Anforderungen des Lebens und der eigenen inneren Ruhe zu finden, damit Sie leicht Ihr Leben gestalten können!
Trauer
Trauer ist eine zutiefst menschliche Reaktion auf Verlust. Sie betrifft uns alle unabhängig von Alter, Herkunft oder Lebenssituation. Trauer ist die emotionale Antwort auf einen Verlust, der für uns bedeutsam ist wie der Tod eines geliebten Menschen, eine Trennung/Scheidung, Arbeitsplatzverlust oder Eintritt in den Ruhestand. Trauer kann viele Formen annehmen.
Trauer ist erstmal keine Krankheit. Sie ist ein natürlicher Prozess der seelischen Verarbeitung, ein Anpassungsprozess. Typische Anzeichen von Trauer können tiefe Niedergeschlagenheit, innere Leere oder Rückzug von anderen Menschen sein. Trauer verläuft nicht linear. Sie kommt in Wellen, verändert sich im Laufe der Zeit und ist bei jedem Menschen individuell. Manchmal jedoch verfestigt sich der Schmerz, geht evtl. sogar in eine depressive Entwicklung über. Professionelle Hilfe macht es leichter, mit Trauer umzugehen.
Die bekannte Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross beschrieb Phasen der Trauer wie Nicht-Wahrhaben-Wollen, Wut, Verhandeln, Depression und schließlich Akzeptanz. Diese Phasen können Orientierung geben, jedoch trauert jeder Mensch auf seine eigene Weise.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie begleite ich Sie in diesen Zeiten von Abschied, Umbruch und innerem Schmerz, der häufig als Krise erlebt wird. Dabei ist es mir wichtig zu vermitteln: Sie haben etwas verloren, das für Ihre Identität, Ihre Sicherheit oder Ihre Lebensgestaltung bedeutsam war. Dies gilt es zu würdigen und anzuerkennen! Begleitet und mit Ritualen gestalten Sie einen Übergang ins Hier und Jetzt zu mehr Lebensfreude!