Therapie
"Es gibt nur den Menschen in Beziehung zu seiner sozialen Umwelt, der sich zu entwickeln versucht, indem er alle Aspekte seines Selbst integriert.“
(Miriam & Erving Polster)
Gestalttherapie
In der Gestalttherapie geht es darum, alle Aspekte des Selbst zu integrieren. Das bewusste Erleben im Hier und Jetzt steht im Mittelpunkt. Statt sich nur mit der Vergangenheit zu beschäftigen, wird darauf geachtet, wie frühere Erfahrungen das aktuelle Erleben beeinflussen. Ziel ist es, die eigene Wahrnehmung, Gefühle, Gedanken und Handlungen besser wahrzunehmen, zu verstehen und dann bewusst Verantwortung für sich und die eigenen Handlungen zu übernehmen.
Dabei betrachtet die Gestalttherapie den Menschen als Ganzes. Körper, Gefühle, Denken und soziales Umfeld gehören zusammen und bilden eine Einheit. Um die Interaktion des Einzelnen zu verbessern, werden deshalb die therapeutische Gespräche durch kreative Methoden ergänzt, zum Beispiel Rollenspiele, Imaginationen oder Übungen zur Körperwahrnehmung.
Gestalttherapie hilft in vielen Situationen: etwa bei Krisen, Stress, depressiven Verstimmungen, Anpassungs-störungen, somatoformen Störungen, Selbstwertproblemen, Beziehungskonflikten oder Entscheidungs-schwierigkeiten. Sie eignet sich für Einzelpersonen und Paare und auch für Menschen, die sich selbst besser kennenlernen und ihr persönliches Wachstum fördern möchten. Sie führt zu mehr Selbstakzeptanz, Klarheit und Lebendigkeit im Alltag.
Systemik
Die Systemik betrachtet den Menschen nicht isoliert, sondern als Teil seiner verschiedenen sozialen Systeme, zum Beispiel Familie, Partnerschaft, Schule oder Arbeit. Sie geht davon aus, dass Probleme oder Konflikte aus den Wechselwirkungen innerhalb eines Systems entstehen. Mit Hilfe von Systemik gelingt es, Muster und Prozesse innerhalb eines Familiensystems, einer Beziehung oder eines Arbeitsverhältnisses zu erkennen und zu verstehen, die sonst unsichtbar im Hintergrund wirken. Sobald der Hintergrund sichtbar wird, eröffnet das den Raum, Ordnung herzustellen und Allem und Jeder/Jedem seinen Platz zu geben und so (frei von Schuld) Ausgleich zu schaffen bzw. frei zu leben.
Gern lasse ich systemische Ansätze auch in meine gestalttherapeutischen Sitzungen einfließen mit gängigen Methoden wie Genogramm, Aufstellungen oder Rollenspielen. Dies führt schnell zu Klarheit, Entlastung sowie eigenverantwortlichen Lösungen im sozialen Kontext und stärkt gleichzeitig die eigenen Ressourcen
SENSUS+ -Persönlichkeitsanalyse
Die SENSUS+ Persönlichkeitsanalyse ist ein modernes Analyse- und Entwicklungsinstrument, das dabei unterstützt, die eigene Persönlichkeit besser zu verstehen. Im Fokus stehen individuelle Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster sowie persönliche Stärken, Bedürfnisse und Entwicklungspotenziale. Ziel ist es, mehr Klarheit über sich selbst und das eigene Handeln sowie Verständnis für die Andersartigkeit des anderen zu gewinnen.
Die Analyse basiert auf einer strukturierten Selbsteinschätzung und einer differenzierten Auswertung, die verständlich und praxisnah aufbereitet wird. Dabei geht es nicht um Schubladen oder Bewertungen, sondern um ein vertieftes Bewusstsein für persönliche Unterschiede und innere Dynamiken. SENSUS+ legt besonderen Wert auf Selbstreflexion, die eigenen Ressourcen und das persönliche Wachstum.
Die Persönlichkeitsanalyse kann im Einzelsetting, bei Paaren oder im beruflichen Kontext eingesetzt werden. Sie hilft unter anderem bei Selbstwertthemen, Kommunikationsproblemen, beruflicher Orientierung oder persönlicher Entwicklung und Team-Weiterentwicklung. So unterstützt SENSUS+ dabei, bewusster, authentischer und zielgerichteter zu handeln.
Mediation
Mediation ist ein strukturiertes, freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Konfliktlösung. Eine neutrale dritte Person, die Mediatorin oder der Mediator, unterstützt die beteiligten Parteien dabei, miteinander ins Gespräch zu kommen und eigenverantwortliche Lösungen zu entwickeln. Gegenseitiges Verständnis, respektvolle Kommunikation und die Interessen aller Beteiligten stehen im Mittelpunkt des Prozesses.
Anders als bei rechtlichen Auseinandersetzungen werden in der Mediation keine Entscheidungen „von oben“ vorgegeben. Stattdessen hilft der Prozess, unterschiedliche Sichtweisen, Bedürfnisse und Gefühle sichtbar zu machen. Durch gezielte Gesprächsführung und klare Phasen entsteht Raum für neue Perspektiven und kreative, individuelle Lösungen, die für alle Parteien tragfähig und befriedigend sind.
Mediation eignet sich für viele Konfliktbereiche: in Partnerschaft und Familie, am Arbeitsplatz, in Teams, in Schulen oder bei Nachbarschaftsstreitigkeiten. Sie kann Eskalationen vorbeugen, Beziehungen entlasten und nachhaltige Vereinbarungen fördern. Ziel ist es, Konflikte fair, wertschätzend und zukunftsorientiert zu klären.